Warum werden Zähne überhaupt krank?

Erkrankungen des Zahnhalteapparats gehören heute zu den am weitesten verbreiteten Volkskrankheiten. Nur circa 1% der Erwachsenen in Deutschland sind kariesfrei und nahezu 3 von 4 Erwachsenen leiden unter einer Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates)!
„Was viele nicht wissen: Karies (Zahnfäule) und Parodontitis (Zahnbetterkrankungen) sind Infektionskrankheiten.“

Verursacht werden sie durch Bakterien, die millionenfach auf der Zunge, den Zähnen und vor allem am Zahnfleischrand siedeln. Obwohl der Zahnschmelz das härteste Material im Körper ist, wird er durch die säurehaltigen Stoffwechselprodukte der Bakterien angegriffen und aufgeweicht. Der Zahn wird faul, Karies entsteht.

Die Bakterien schädigen die Zahngesundheit noch auf andere Weise: Mit der Zeit bilden sich weiche Ablagerungen (Plaque), die zu hartem Zahnstein mineralisieren. Am Zahnfleischrand kommt es zu einer Entzündung. Wird diese Entzündung nicht behandelt, entwickelt sich eine rasch fortschreitende Parodontitis. Die Ablagerungen schieben sich in die Zahntaschen und immer weiter Richtung Zahnwurzel. Es kommt zum Knochenabbau. Die Folge: die Zähne verlieren an Halt und gehen verloren.

Das Gewimmel von Bakterien im Plaque-Abstrich ist unter dem Mikroskop gut zu erkennen.